Die Avantgarde 1930 bis heute

1929 – 1939

Im Jahre 1930 stand das 100 jährige Jubiläum des Schützenvereins an. Zu diesem Anlass wurde überlegt eine Avantgarde zu gründen. Am 12 September 1929 war es dann soweit, in der Gastwirtschaft Wiemer fand die Gründungsversammlung statt. Auf dem Fest 1930 trat die Avantgarde dann zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung. Am 05.07.1930 wurde das Banner der Avantgarde auf dem Kirchplatz geweiht, den ersten Fahnennagel schlug der damalige Schützenmajor Franz Vorwig in den Schaft. Dies Banner tragen wir bis heute vor uns her. Auch die Avantgardenuniform entsprach weitestgehend unserer heutigen; weiße Hose, schwarze Jacke, grün-weiße Schärpe, Schützenhut.

 

Gründungsversammlung 12.09.1929 in der Gastwirtschaft Karl Wiemer

stehend v.l.n.r. Wilh. Flessenkämper, Emil Gerling, Wilh. Winkler, Ernst Wessel, Heinrich Wallmeier, Heinrich Knappkötter, Heinrich Gerling, Heinrich Flecke;

sitzend Mitte Otto Droste, Franz Droste, Adolf Droste, Lina Wiemer, Karl Wiemer, Arnold Brinkwirth, Erna Weierich

 

1940 – 1949

In den Jahren 1940 bis 1948 fanden wegen des Krieges keine Schützenfeste statt. 1949 wurde unter Beteiligung der Avantgarde dann wieder das erste Schützenfest gefeiert. Hierbei liehen wir unser Banner an den Hauptverein aus, da deren Fahne im Krieg verloren ging.

 

1950 – 1959

Zu Beginn der 50er Jahre wurde vor allem neue Ausrüstung für die Avantgardisten angeschafft, Degen und Gewehre. Zusätzlich begann die Avantgarde ein Preisschießen in der Gaststätte Witteborg durchzuführen um Geld in die Kasse zu bekommen. Das Königsgeld wurde eingeführt, hatte ein Avantgardist die Königswürde erlangt, erhielt er 80 DM aus der Kasse.  1953 spendet die Avantgarde dem Schützenverein ein neues Krummschwert, da das alte im Krieg verloren ging. 1955 steht ganz im Zeichen des Jubiläums. Die Avantgarde putzt sich mit neuen Schulterklappen und weiteren Utensilien, für die befreundeten Avantgarden und Gäste heraus. Seit 1956 ist das erste Jahr beitragsfrei, dies gilt bis heute. Ende der 50er wurden dann Wehpflichtige, von den Beiträgen befreit, dies gilt heute nicht mehr.

 

1931 auf dem Stockey

Oben.v.l.n.r. Emil Best, Karl Göbel, Adolf Droste, Franz Droste, Heinrich Knappkötter, Otto Droste, Wilh. Winkler, Karl Linder

Mitte, v.l.n.r. Ernst Wessel, Heinrich Wallmeier, Heinrich Gerling;

Unten, v.l.n.r. Emil Gerling, Wilh. Flessenkämper,

 

1960 – 1969

1962 wird neben dem 1. Kommandeur, der 1. Vorsitzende eingeführt, der die Versammlungen leitet. Nach nur einem Jahr wurde dieser Posten wieder abgeschafft. 1963 erhält jeder Avantgardist beim Üben eine Flasche Bier aus der Kasse spendiert. Mitte der der 60er wurden dann neue Gewehre angeschafft. 1967 wird erstmalig für die Natelner Avantgardisten der Termin für die Hauptversammlung im Soester Anzeiger veröffentlicht. In den „wilden 68er“ musste härter durchgegriffen werden, 3-mal Üben wurde zur Pflicht sonst durfte man nicht am Schützenfest teilnehmen. Das beliebte Freitagsüben wird eingeführt, ist auch besser als in der Woche!

 

1970 – 1979

Am Anfang der 70er wurde überlegt einen „Sanitäter“ einzuführen, dieser Vorschlag wurde leider zerredet, es ist allerdings sehr wahrscheinlich das auch damals jeder seine nötige Portion „Medizin“ erhielt, ist ja heute auch nicht anders! 1974 gab es übungsfrei an den Tagen an denen die Fußball-WM stattfand. 1975 wurden die alten Gewehre renoviert. Am Ende dieses Jahrzehnts wurde die gesamte Energie in den Hallenbau gesteckt, an dem sich auch die Avantgarde tatkräftig beteiligte. 1979 wurde dann noch unser Banner renoviert, damit es zum 50 jährigen Jubiläum 1980 in neuem Glanz erstrahlen konnte.

 

1980 – 1989

1980 steht ganz im Zeichen des Jubiläums. Auf dem Jubiläum wird der erste und bisher einzige Orden der Avantgarde verteilt, der Orden für 25 Jahre Mitgliedschaft. Zusätzlich werden die noch lebenden Gründungsmitglieder geehrt. 1982 wird die „Demokratisierung“ der Avantgarde fortgesetzt, wer erstmalig als Offizier gewählt wird, kann diese Wahl nicht ablehnen. Mitte des Jahrzehnts nach 55 Jahren wird eine neue Bannerstange angeschafft, die Alte Stange ist heute noch in der Laube zu besichtigen. Ende der 80er wird begonnen neue Gewehre anzufertigen, die bis heute Ihren treuen Dienst verrichten.

 

1980 beim 50 jährigen Jubiläum

Oben v.l.n.r. Helmut Ostwinkel, Karl-Dieter Jansen, Wolfgang Korsmann, Dieter Sundermann, Hans Rosenwald, Willi Brasse, Friedrich-Wilh. Hellmich

Mitte v.l.n.r. Friedrich Winkler, Burkahrd Dördrechter, Wolfgang Vorwig, Dieter Reinecke, Hans Wilms, Heiner Jühe, Klaus Dreckmann, Rüdiger Franke, Heinz-Dieter Kuckelmann, Thomas Meyer

Unten v.l.n.r. Willi Kettermann, Ernst Trillmann, Dietmar Demski, Uwe Trillmann, Detmar Hustadt, Erich Schlotmann, Bernhard Elbers, Günter Aulmann, Willi Elbers, Horst Steinke

 

1990 – 1999

In den 90er hält Multimedia Einzug in die traditionsreiche Avantgarde, es wird der Kassettenrekorder dauerhaft beim Üben eingesetzt. Mit Musik marschiert es sich leichter. Allerdings wird sich seit dieser Zeit regelmäßig über die Qualität der Musik beschwert. Zusätzlich werden zur Kameradschaftspflege Singeabende eingeführt, ebenso das Winterkränzchen, welches abwechselnd in Dinker und Nateln stattfindet. 1996 nehmen wir erstmals am Avantgardenschützenfest der Kreisavantgardengemeinschaft teil. In diesem Jahr kam es auch zu starken Diskussionen über die neue Festordnung. Die Avantgarde baute auf Tradition und wollte die alte Festordnung beibehalten, konnte sich aber nicht durchsetzen. Zum Ausklang des Jahrzehnts fand das Avantgardenschützenfest in Dinker statt.

 

1996 beim Kreisschützenfest in Dinker

Oben v.l.n.r. Ulrich Giehl, Uwe Westerhoff, Henning Schmidt, Markus Westerhoff, Karsten Strumann, Sven Siepmann, Martin Elbers, Michael Freiheit, Ralf Dördrechter

Mitte v.l.n.r. Dirk Ostwinkel, Andrè Diermann, Matthias Droste, Christian Schulze z. Wiesch, Uwe Heuer, Markus Oxenfarth, Rüdiger Fliethmann, Markus Kramb, Andreas Grafe

Unten v.l.n.r. Ludolf Vorwig, Martin Kuckelmann, Dirk Trillmann, Roland Draht, Christian Pieper, Jan Füssel, Uwe Behlert, Holger Joneleit, Wolfgang Nölle, Jochen Vorwig

 

2000 – 2009

Nach 70 Jahren findet eine Versammlung zum ersten Mal in Nateln statt. Die Avantgardenlaube wird renoviert, ebenso die Gewehre. Im Jahre 2004 werden die ersten Vorbereitungen für das 75 jährige Jubiläum getroffen. Welches 2005 ausgiebig mit vielen Gästen gefeiert wurde.


2010 - heute

Im Jahr 2013 wir dein neues Avantgardenbanner angeschafft, da das alte nach nunmehr 80 Jahren sichtliche Alterungen mit sich trägt. Das neue Banner wird auf dem Schützenfest 2013 offiziell eingeweiht.